Was ist Mediation?

Mediation ist ein Verfahren der Konfliktbearbeitung, wobei der Mediator als neutraler Vermittler den Streitparteien dabei behilflich ist, konstruktiv und eigenverantwortlich eine verbindliche, tragfähige Lösung zu finden.

 

Eine Mediation verläuft idealtypisch in 4 Phasen:

 

  • Einleitung, Regeln, Definition, Ziele
  • Erhellung und Klärung beider Standpunkte und der dahinter liegenden Interessen und Befindlichkeiten
  • Lösungsvorschläge werden gesammelt
  • Vertrag wird vereinbart

 

Mediation in der Schule: Schülerinnen und Schüler vermitteln als "Schülermediatoren"

Wie profitiert die Schule davon? Mediation verbessert das Klima an der Schule, weil die Lehrer von Streitschlichtung entlastet werden und die Lernatmosphäre wird verbessert. Soziales Verhalten und Toleranz werden gefördert durch mehr Verständnis für Individualität. Durch Mediation werden Schüler ermutigt, Verantwortung für eigene Handlungen zu übernehmen, auch der pädagogische Auftrag der Schule wird so unterstützt. Die Jugendlichen lernen wichtige soziale Kompetenzen, weil sie ihre Bedürfnisse und Ideen zum Ausdruck bringen und mit Menschen auskommen, deren Meinung sie nicht unbedingt teilen. Außerdem erwerben sie die Fähigkeit, Gewaltverhalten frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls deeskalierend einzugreifen.

 

Wie kann Mediation in die Schule integriert werden?

Im Schuljahr 2009/2010 startete die 3. Mediationsausbildung an der Rudolf Steiner Schule. Aus den 5. - 8. Klassen konnten sich interessierte Schüler bewerben. Das Interesse war ausgesprochen hoch: 78 Schüler haben sich beworben. Davon wurden 22 Schüler ausgewählt, deren Ausbildung im Herbst 2010 abgeschlossen sein wird. Da die Schulleitung von der Wichtigkeit dieser Ausbildung überzeugt ist, wird in jedem Jahr eine Ausbildung für unsere Schüler angeboten werden. Auch die Eltern sollten einbezogen werden und ihre Kinder ermutigen, das Angebot anzunehmen, dass nur wenig ältere Schüler sich Zeit nehmen für die Nöte und Sorgen der Jüngeren, neutral und kompetent zuhören und beraten, Vertraulichkeit garantieren und auf die Streitpartner zugehen und sie zum Mediationsgespräch einladen.

 

Mediation ist zukunftsorientiert, weil...

...die soziale Kompetenz des Einzelnen, die Durchsetzungsfähigkeit für die eigenen Belange und gleichzeitig die Rücksicht auf die Bedürfnisse und Probleme des anderen gestärkt wird. So kann eine neue "Streitkultur" beginnen.

Quelle: Alwine Bonjer 

 

Unsere Konfliktlosten stellen sich vor:

Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 werden unter der Leitung von Frau Radecke neue Konfliktlosten ausgebildet. Wir stellen Ihnen ab September 2010 die neuen Konfliktlosten vor.

Christiane Radecke, Begleitende Lehrerin

Letztes Update dieser Seite: 26. August 2014